Wenig bekannt, ganz schön effizient: Die Sockelleistenheizung

Schon die alten Römer kannten das Grundprinzip und nutzten es in den öffentlichen Bädern – Bei der Sockelleistenheizung kriecht die Wärme über die in den Sockelleisten versteckten Heizelemente an der Wand entlang und bringt dabei jede Menge Vorteile mit sich.

  • Severin Linka/ stock.adobe.com
  • Fast unsichtbar und doch effizient – die Sockelleistenheizung
  • Studio Harmony/ stock.adobe.com
  • Die Sockelleistenheizung lässt sich mit jedem Heizsystem kombinieren

Durch den hohen Anteil an Strahlungswärme ist diese Heizvariante besonders effizient, die Wärme steigt nicht zur Decke, wo sie kaum nützlich für angenehme Raumtemperaturen ist, sondern erwärmt direkt die Wände des Raums. Dadurch entsteht nicht nur eine Wohlfühlatmosphäre und ein geringerer Heizwärmebedarf, auch die Gefahr von einem Feuchtigkeitsüberschuss und der damit verbundenen Schimmelgefahr wird reduziert. Besonders im Badezimmer mit seinem hohen Feuchteeintrag ist dies von großem Vorteil. Darüber hinaus ist die Sockelleistenheizung vergleichsweise preisgünstig, leicht zu montieren und besonders für kleine Räume geeignet: Der ohnehin begrenzte Platz wird nicht zusätzlich von klobigen Heizkörpern reduziert.

Sockelleistenheizung spart Heizenergie

Die Sockelleistenheizung basiert auf dem Prinzip der Bauteilerwärmung – anstatt der Raumluft werden die Raumwände aufgeheizt. Dies führt zu einem Wärmeempfinden ähnlich wie im Sommer, wenn uns 18 Grad Raumtemperatur deutlich angenehmer erscheinen als im Winter.

Grundsätzlich kann die Raumtemperatur durch die gleichmäßige Wärmeverteilung und das dadurch veränderte Empfinden um ca. 2 Grad abgesenkt werden und das spart Energie und damit bares Geld. Durch die schnelle Reaktionszeit des Systems und die Möglichkeit, die Heizung automatisch zu steuern, eignet sich die Sockelleistenheizung auch für seltener benutzte Räume wie das Badezimmer. Und selbst vor bodentiefen Fenstern ist eine Installation möglich. Dann wird die Heizleiste einfach im Boden versenkt. Soll die Heizleiste komplett unsichtbar bleiben, ist auch eine Montage innerhalb der Wand möglich.

Platzsparend, effizient, flexibel – die Sockelleistenheizung passt zu jedem System Die nahezu unsichtbare Heizvariante arbeitet bei Vorlauftemperaturen zwischen 40 und 55 Grad und lässt sich mit allen modernen Zentralheizungsanlagen betrieben. Der Anschluss an eine Brennwertanlage ist ebenso möglich wie der Betrieb mit Wärmepumpe oder anderer alternativer Energiequellen. Die Sockelleistenheizung kann klassische Heizkörper vollständig ersetzen und sorgt für eine angenehme und kostengünstige Raumwärme. Für maximale Effektivität sollten die Heizleisten vorwiegend an der Außenwand montiert werden. 


12.05.2020 12:43 Alter: 133 Tag(e)
Kategorie: Magazin Haus & Heim

Diese Webseite verwendet Cookies. Weitere Informationen erhalten Sie in unsererDatenschutzerklärungOK